10.10.2018

Forschungsreaktor Garching

Am 9. Oktober durfte ich bei der Aktion des Umweltinstituts München gegen den Forschungsreaktor FRM II mitmachen. Dieser Reaktor wird mit hochangereichertem Uran HEU, betrieben. Seit 2010 soll dieser Betrieb schon umgestellt werden auf niedrig angereichertes Uran. Aber die TU München als Betreiber und die CSU-Staatsregierung haben sich eine Verlängerung bis 2018 genehmigt. Aber auch dieses Jahr ist keine Umstellung in Sicht. Es wird munter so weiter gemacht.

Besonders brisant: der Atommüll enthält immer noch hoch angereichertes Uran (87 %; zum Vergleich: bei einem AKW sind es 4 %) und damit ist dieses Material atomwaffenfähig. Da sollte man besonders gut darauf aufpassen. Aber nicht so in Bayern: das Lagerbecken ist fast voll. Deshalb soll der Müll nach NRW in ein Zwischenlager gefahren werden, das kaum geschützt ist gegen Flugzeugabsturz und Terroranschlag. Aber Hauptsache weg aus Bayern. Wir halten das für hoch gefährlich und politisch verantwortungslos. Wir fordern: kein waffenfähiges Material quer durch Deutschland fahren; endlich ein Konzept zur Umrüstung des Forschungsreaktors und eine Behandlung des Mülls, damit er nicht mehr waffenfähig ist.

Symbolisch hat MP Söder einen Ritt auf der Bavaria one unternommen.

 

 

 



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