UN-Weltnaturkonferenz: Auch Bayern muss handeln

Rosi Steinberger fordert wirkungsvolle Maßnahmen zum Erhalt unserer Natur und unseres Wohlstands

Derzeit tagt die UN-Weltnaturkonferenz in Montreal und berät über Maßnahmen um das globale Artensterben zu stoppen. Auch Bayern muss hier einen Beitrag leisten. Das fordern die Landtagsgrünen von der Staatsregierung in einem Dringlichkeitsantrag.

„Der Erhalt von Ökosystemen ist kein Luxusproblem, sondern Grundlage unseres Wohlstands und überlebenswichtig für uns Menschen“, betont Rosi Steinberger, grüne Landtagsabgeordnete aus Niederbayern und Vorsitzende des Umweltausschusses im Bayerischen Landtag. „Ohne unsere funktionsfähige, vielfältige und artenreiche Flora und Fauna sind wir Menschen nicht überlebensfähig. Wir sind in vielen Bereichen auf das sensible Netz der Ökosysteme angewiesen. Das reicht von Lebensmitteln und sauberem Wasser über Baustoffe bis hin zu Arzneimitteln.“

Die Landtagsgrünen legen dafür verschiedene Maßnahmen vor, die einen positiven Beitrag leisten können. Beispielsweise soll bis 2030 ein Drittel der Fläche Bayerns unter qualitativ hochwertigem Naturschutz stehen – ein durchaus realistisches Ziel angesichts der bereits bestehenden Schutzgebiete. Dafür müssten Schutzgebiete ausgeweitet und bestehende Verordnungen aktualisiert werden.

Außerdem sollten Moore, Feuchtgebiete und Auen, die ihre Funktion als natürlicher Hochwasserschutz verloren haben, wiederhergestellt und begradigte Flüsse und Bäche renaturiert werden. Der Flächenverbrauch sollte verbindlich auf 5 ha pro Tag begrenzt, die bayerische Biodiversitätsstrategie aktualisiert und mit verbindlichen Regelungen versehen werden. Um die Fortschritte nachvollziehbar zu machen, soll die Staatsregierung regelmäßig Rechenschaft ablegen, so die Forderung der Landtagsgrünen.

„Das Artensterben ist eine weltweite Krise, die immer bedenklichere Ausmaße annimmt. Auch in Bayern gibt es hier viel zu tun. Es wird Zeit, dass wir es anpacken! Feldlerche und Pfauenauge, Gelbbauchunke und Feldhamster sind Tiere, die unsere Kinder und Enkel auch noch erleben sollen!“, so Rosi Steinberger.

Hier der Dringlichkeitsantrag „Artenschwund stoppen, auch in Bayern!“.



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