Unser Trinkwasser wird knapp und die Staatsregierung will’s nicht wissen

Grünen-MdL fordern zentrale Datenbank und besseren Trinkwasserschutz

Die Auswirkungen von Hitzeperioden, damit einhergehender Dürre und Starkregenereignisse lässt sich auch an Problemen in der Trinkwasserversorgung ablesen. Dazu wollten die Grünen-Landtagsabgeordnete im Bezirk Niederbayern, Rosi Steinberger und Toni Schuberl, angesichts sinkender Grundwasserstände Auskunft von der Bayerischen Staatsregierung über die Situation der Trinkwasserversorgung in Niederbayern. Die Antwort legt nahe, dass die Kapazitäten bei den Gesundheitsämtern nicht ausreichen, um Störungen in der Wasserversorgung, wie zum Beispiel auf Grund von Verkeimungen oder durch hohen Schadstoffgehalt ausreichend zu dokumentieren.

Toni Schuberl: „Wir fordern ausreichend finanzielle, materielle und personelle Ressourcen. Die Gesundheitsämter und die zuständigen übergeordneten Behörden müssen besser ausgestattet werden, damit eine gesicherte Datenerhebung, Aufbereitung und ein niederschwelliger öffentlicher Zugang zu den Daten gewährleistet werden kann“. Hierzu hat die Grüne Landtagsfraktion ein zentrales Grundwasserregister für Bayern beantragt.

Bisher gebe es keine zentrale Datenbank, die Auskunft darüber gibt, wie viel Grundwasser jährlich etwa für die Nutzung zur Energiegewinnung oder zur landwirtschaftlichen Bewässerung entnommen wird, kritisieren Steinberger und Schuberl. Dabei berufen sie sich auf die Antwort des Umweltministeriums auf eine aktuelle parlamentarische Anfrage.

Rosi Steinberger: „Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Auch in Niederbayern sinken die Grundwasserstände und die Nachfrage nach Bewässerung steigt. Wir brauchen dringend zuverlässige Daten, damit wir diesen wertvollen Schatz auch für nachfolgende Generationen sichern können“.

Hier die Schriftliche Anfrage "Trinkwasserversorgung in Niederbayern" und der Antrag "Einrichtung einer bayernweiten Datenbank zur Qualität und Menge von Trink- und Grundwasser"



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