Landshuter Unternehmen ist unentbehrlich

MdL Rosi Steinberger zu Besuch bei der Firma Urzinger in Landshut 

Wie meistern Firmen die aktuelle Krisensituation? Mit dieser Frage besuchte Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger die Firma Urzinger Textilmanagement in Landshut. 50.000 Bekleidungsstücke sowie 100 Tonnen Bett- und Tischwäsche werden von dem Unternehmen täglich, gewaschen, getrocknet, gefaltet und wieder ausgeliefert. Die Firma vermietet und reinigt Textilien und Berufsbekleidung. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Hotellerie, Lebensmittelhersteller und Handwerksbetriebe in Landshut und Umgebung zählen zu ihren Kunden. „Die eigentliche Herausforderung ist die Logistik“, erklärt Geschäftsführerin Claudia Urzinger-Woon. Dabei setzt die Firma auf modernste Technik. Dank Barcode oder Chip ist der Weg jedes Kleidungsstücks jederzeit nachvollziehbar und wird es zuverlässig in die richtige Einrichtung geliefert. 

Das Unternehmen legt Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. „Wir sind zertifiziert im Bereich Umwelt, Energie, Qualität und Hygiene“, erläutert die Geschäftsführerin. Unsere Textilien werden nach Öko-Tex Standard 100 und unter Einhaltung sozialer Standards produziert. So wird etwa strikt darauf geachtet, dass alle Textilien ohne Kinderarbeit bzw. Zwangsarbeit gefertigt werden.“ Die Anlagen und die Arbeitsprozesse werden laufend optimiert, um wirtschaftlich und ressourcenschonend zu arbeiten. Der Wasser-, Energie, und Chemikalienverbrauch wurde in den letzten Jahren erheblich gesenkt. Dennoch kann für bestimmte Prozesse nicht auf Gas verzichtet werden. „Ohne Dienstleister wie uns läuft im Gesundheitswesen, im Gastgewerbe und der Lebensmittelproduktion eigentlich nichts“, erläutert Urzinger-Woon. „Wir sind systemrelevant.“ Das wurde sowohl in der Corona- Krise wie auch in der Energiekrise zunächst übersehen. Doch aus der Pandemie hat die Branche gelernt, frühzeitig auf ihre besonderen Bedarfe aufmerksam zu machen. „Wir tun aber alles dafür, dass die Politik uns dahingehend unterstützt.“  

Und natürlich ist der Arbeitskräftemangel auch für das Unternehmen Urzinger eine Herausforderung. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in der unsicheren Corona Situation in ihre Heimatländer in Osteuropa zurückgekehrt und haben dort Arbeit gefunden. „In Zeiten des Arbeitskräftemangels ist es für mich unverständlich, warum Asylbewerber jahrelang nicht arbeiten dürfen und Menschen mit Duldung und Arbeitsplatz Deutschland verlassen müssen, obwohl sie sich gut integriert haben.“  

Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger verweist auf das geplante Chancenaufenthaltsrecht. „Gerade für diese Personengruppe bietet es die Möglichkeit, eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen.“  

Auf dem Foto v.l.n.r.: Claudia Urzinger-Woon, Stadträtin Hedwig Borgmann, Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger, Frank Steinberger, Kreisvorsitzender der Grünen im Landkreis Landshut.



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