23.07.2021

Trinkwasserversorgung sicherstellen - Wasserschutzgebiete ausweiten!

Auf Initiative der grünen Landtagsfraktion fand vergangene Woche im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags eine Sachverständigenanhörung zum Thema „Situation des Grundwassers in Bayern“ statt. „Wir wurden von nahezu allen Experten*innen in unseren Ansichten bestärkt, dass die Verbesserung des Grundwasserschutzes zwingend notwendig ist.“, resümiert Rosi Steinberger, grüne Landtagsabgeordnete aus Niederbayern und Vorsitzende des Umweltausschusses.

Gerade in Niederbayern sei dies besonders relevant. So hätten beispielsweise im Landkreis Landshut in den letzten 20 Jahren vier Grundwasserbrunnen des Wasserzweckverbands Rottenburger Gruppe wegen zu hoher Grenzwerte geschlossen werden müssen. „Diese Entwicklung ist erschreckend. Daher ist es unabdingbar, bestehende Wasserschutzgebiete auszuweiten und Neue auszuweisen.“, so Rosi Steinberger. Grundsätzlich sei es aber wichtig, mehr staatliche Vorsorge zu betreiben als teure Nachsorge.

In der Anhörung wurde auch festgestellt, dass in Bayern die Wasserschutzgebiete viel kleiner sind als im Bundesdurchschnitt. Nur zehn Prozent des Wassereinzugsgebiets eines Brunnens zu schützen, sei einfach zu wenig, betonten die Experten. Im Rahmen der Anhörung gab es Hinweise, dass das Merkblatt des Landesamts für Umwelt (LfU) zur Ausweisung von Wasserschutzgebieten derzeit überabeitet wird. Dies nahm die Abgeordnete zum Anlass bei der Staatsregierung nachzuhaken. „Wenn ein flächendeckender Grundwasserschutz nicht klappt - was man für bestimmte Regionen insbesondere in Niederbayern einfach annehmen muss - dann können die Wasserschutzgebiete auf das gesamte Einzugsgebiet ausgedehnt werden. Diesen im LfU Merkblatt festgelegten Passus trotz der Überarbeitung beizubehalten ist besonders wichtig.“, erklärte Rosi Steinberger.



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